Wesentliche Akzente der Botschaften vom Kurescek
Aus der Ganzheit der Botschaften aber treten einige hervor, die sich öfter wiederholen und die üblichen geistigen Anregungen übersteigen. Verweilen wir bei einigen.
Königin des Friedens
Der Friede ist das Wort, das sich seit dem ersten Tag in allen bisherigen Botschaften am häufigsten wiederholt. Das Kirchlein auf dem Kurescek, der Königin des Friedens geweiht, war und bleibt ein besonderer Ort, wo Gott durch die Jungfrau Maria den Menschen Frieden schenken will. Die Botschaften über den Frieden sollen sich in eine Gebetsbewegung um den Frieden verwandeln, wie das mit den Botschaften aus Medjugorje geschehen ist. Der Friede soll sich in den Herzen der Einzelnen, der Familien, des Volkes, der ganzen Welt ansiedeln.
Der Friede
Der Friede des Herzens ist eine Frucht der Bekehrung und der Versöhnung mit Gott. "Das wird ein Gnadenort sein, ein Ort der Heilung von seelischen Krankheiten und Wunden. Wer an diesem Ort gläubig zu meinem und meines Sohnes Herzen seine Zuflucht nimmt, der wird geheilt werden und teilhaben am Frieden, den nur der Himmel geben kann."
Den Frieden sollen wir an andere vermitteln. "Trinkt euch satt am himmlischen Frieden in meinem und des Sohnes Herzen und schenkt ihn an andere weiter... Wandelt eure Herzen um, damit ihr Träger des Friedens werdet!"
Um den Frieden muß man beten. "Betet, betet um den Frieden in der Welt. Satan greift mit voller Kraft den Weltfrieden an und bedroht ihn...Ich werde für alle bitten, die sich hier versammelt haben, und für jene, die wo immer ihre Hände zu meinem Sohn erheben und den Frieden für sich und andere wünschen. Kurescek und alle meine Kirchen sollen Orte der Versöhnung und des Dankes für den erhaltenen Frieden sein... Bereitet euch mit Gebet und Fasten auf die Versöhnung vor, damit ihr des göttlichen Friedens teilhaftig werdet."
Der Friede und die Versöhnung
Die erste Frucht des Friedens ist die Fähigkeit zur Versöhnung mit sich und mit den anderen Menschen. Daher sind die Empfehlungen für den Frieden sehr oft mit Anleitungen verbunden, was man tun muß, damit es zur Versöhnung kommt. Der Friede soll zwischen euch und Gott und den Menschen zu herrschen beginnen... Ruft, ladet ein zur Versöhnung innerhalb des Volkes, der Nachbarn und der Familien... Verbreitet meinen Wunsch nach Versöhnung in den Familien, zwischen den Nachbarn und zwischen den Völkern.
Die Botschaften vor dem Mai 1991 beinhalten viele Anleitungen, wie wir uns auf den Monat der Versöhnung vorbereiten sollten. "Bereitet sorgfältig die Begegnung aller vor, die den Wunsch haben, sich zu versöhnen, die wünschen, daß sie vergeben und daß ihnen vergeben wird. Ladet zu diesem Treffen alle ein, die den Frieden Gottes erhalten möchten, ungeachtet ihrer Volkszugehörigkeit. Das Treffen soll im Mai 1991 stattfinden. Das soll der Monat der Versöhnung sein. Beginnt am ersten Mai und setzt an allen Samstagen in diesem Monat fort. Beginnt euch schon jetzt mit Fasten und Gebet darauf vorzubereiten. Redet und ladet ein: Verhärtet nicht eure Herzen und verzeiht, damit euch verziehen wird! Das wünscht eure Mutter.... Bemüht euch um Versöhnung und Frieden. Bildet euch nicht ein, man könnte das mit einer einmaligen Handlung erreichen. Das ist eine Handlung der Dauer, während der man sich um Versöhnung und Frieden mit Gebet, Fasten und Opfern bemühen muß. Nur das Leben nach dem Evangelium und nach meinen Botschaften befähigt euch zur Versöhnung, die den Frieden bringt..."
Hinweise
In den Botschaften werden öfter verschiedene Gefahren wegen des Einflusses der Feindschaft, der dunklen Mächte und Satans erwähnt. "Paßt auf den brüllenden Löwen auf, daß er euch nicht zur Zwietracht in der Kirche, Familie und Gesellschaft verwendet... über dem Süden sammeln sich drohende Wolken. Slowenien droht keine Kriegsgefahr mehr, wohl aber dringt eine gefährliche geistige Dunkelheit in das Land ein. Diese wird versuchen, sich sehr schlau in alle Poren des christlichen Lebens und Wirkens einzuschleichen. Dem Christentum zu schaden und die Staatsmacht zu übernehmen - das ist ihr Hauptziel. Aus Slowenien wird die Dunkelheit weit herum reichen... Die Stürme der Prüfungen für die Kirche, besonders die slowenische, haben ihre Macht schon gezeigt... Viele haben die Zeichen nicht erkannt, deshalb begann der Drache das Feuer des Bösen zu speien. Wacht auf, erkennt wenigstens jetzt, wo eure Rettung ist! Nehmt über mein Herz Zuflucht im Herzen des Sohnes! Erneuert den Bund mit Gottes Barmherzigkeit! Treue, Gebet, Fasten und Wachsamkeit sind eure Verteidigung."
Die Priester
Ein großer Teil der Botschaften ist an die Priester gerichtet. Obwohl es darin viele Hinweise gibt, strahlen sie dennoch die Sorge und Liebe der Mutter der Kirche zu ihren Söhnen, den Priestern, aus, vor allem zu jenen, die in irgendeiner inneren Bedrängnis oder Gefahr sind. "Betet, betet viel für die Priester, vor allem für jene, die sich in Bedrängnissen und Prüfungen befinden... Sagt meinen Söhnen, den Priestern, sie sollen in Liebe zu mir flüchten. Mein Herz nimmt alle Priester auf: die starken und die schwachen, die treuen und die gefallenen... Alle meine geliebten Söhne, die Priester, sollen meine Mütterlichkeit und den Frieden erkennen, den ich schenke. An den ersten Samstagen sollen sie auch an diesen Ort des Friedens zu mir kommen."
In vielen Botschaften ist der Wunsch erwähnt, die Priester mögen treu ihrem Dienste, den Bischöfen und der Kirche sein.
"Meine lieben Priestersöhne, seid treu den Taufgelübden und den Gelübden, die ihr Gott, der Kirche und dem Bischof bei eurer Priesterweihe gegeben habt. Entfernt euch nicht von eurem Bischof. Das wünscht eure Mutter. Betet für die Priester. Die Unreinheit des Leibes und der Seele sind die Hauptöffnungen, durch welche die bösen Geister in ihre Seelen eindringen. Diese bösen Geister zerrütten die Treue zu den Gelübden, die dem Bischof, der Kirche und schließlich Gott gegeben wurden. Groß ist meine Trauer wegen der Untreue der Priester und wegen des Ärgernisses, das von den untreuen Priestern über die Menschen kommt."
Der Dienst des Priesters ist außerordentlich wichtig, weil er wahrhaft ein Gottesdienst ist. "Es gibt kein ehrenhafteres Dienen, als es das priesterliche ist, weil es aus den ewigen Werten seinen Ausgang nimmt. Die Verantwortung des Priesters ist groß. weil er mit seinem Licht ins Leben führt und mit seiner Dunkelheit in die Verdammnis. Ihr Priester, seid Träger des göttlichen Lichts, damit kein Mensch wegen des Mangels an diesem Lichte in die Irre geht."
Sehr wichtig ist das Gebet der Priester für ihre Mitbrüder im Priestertum. "Betet für eure Brüder, die Priester, auch für jene, die euch nicht verstehen, in Gegnerschaft zu euch stehen und euch verurteilen. Liebt einander und seid sorgsame Hirten und Ärzte der Seelen. die euch anvertraut sind und zu euch kommen, um Heilung für ihre Seelen und Versöhnung zu finden."
Die Priester sollten Lehrer des Gebetes und geistige Führer der Gebetsgruppen sein. "Ihr Priester, meine geliebten Söhne, seid Licht für eure Gläubigen. Betet viel und regt die Leute zum Gebet an. Es gibt viele Gläubige, die gemeinsam beten möchten, aber keinen geistlichen Führer haben, weil viele Priester auf ihre Bedürfnisse nicht hören. Gruppen ohne Führung sind in Gefahr, in die Irre zu gehen. Habt keine Angst vor der zusätzlichen Arbeit; das Gebet darf keine Belastung sein, es bringt ja Segen und Freude."
Die Priester müssen die Gläubigen vor dem Einfluß des Bösen beschützen, wie der Hirte die Schafe vor den Wölfen schützt. Es kommen mehrere falsche Propheten und Lehrer in meinem Namen zu euch. Seid wachsam, denn ihr wißt nicht, woher und wann der Wolf kommt... Ihr Priester, schützt eure Ställe. Die Wölfe dringen ein und versuchen die Schafe zu zerstreuen, die euch anvertraut sind. Eure Verantwortung ist groß.
Die Treue zur Kirche verlangt auch die Kenntnis und Verkündigung der gesunden kirchlichen Theologie. "Die theologische Wissenschaft zerstört vielen den Glauben. In Ermangelung des Glaubens verbreiten sie eine menschliche Theologie; daher befinden sich viele Menschen in einer Glaubenskrise. Besonders schlimm ist es, weil diese Krise einige Priester erfaßt. Die Glaubenskrise ist die Ursache auch für andere Irrtümer... Einige Theologen in der Kirche entwickeln eine falsche Philosophie, sie wollen alles verstandesmäßig erklären; daher lehren sie, daß es keine wunderbaren Eingriffe Gottes gibt, keine Engel, keinen Vater des Bösen und auch keine bösen Geister. Das ist ein fürchterlicher Irrtum, die die richtige Geistigkeit zerstört und dem Satan viele Möglichkeiten für sein Wirken einräumt... Hütet euch vor geistigen Haltungen, die nicht biblisch sind, vor allem auch, weil sie wegen ihrer Leichtigkeit den Menschen gefallen."
Die Familien des Herzens Jesu und Mariens
Schon in der ersten Botschaft wurde die Einladung ausgesprochen, die Gläubigen mögen sich durch das Herz Mariens in das Herz Jesu begeben. Und in den späteren Botschaften ist deutlich der Wunsch ausgedrückt, daß die Mitglieder der Gebetsgruppen sich zu Familien des Herzens Mariens und Jesu zusammenschließen sollen, die zu einem Brennpunkt des Gebetes um Frieden und Versöhnung werden sollen.
"Lade die Menschen ein und mache sie aufmerksam, sich über mein Herz in das Herz des Sohnes zu flüchten, damit sie den wahren Frieden finden, den alle so nötig haben... Eure Liebe zu meinem Herzen und dem Herzen des Sohnes soll geläutert werden. Vereinigt euch in der Familie des Herzens Mariens und Jesu. Das soll die geistige Strömung aller sein, die ihr unsere Herzen liebt und in ihnen lernen und euch nähren wollt... Die Priester, Ordensleute und Ordensfrauen, die den Wind zu spüren beginnen werden, der aus unseren Herzen weht, sollen zu Seelen der Familie des Herzens Mariens und Jesu werden. Sie sollen dafür sorgen, daß sich auch Laien der Familie unserer Herzen anschließen... Ich wünsche, daß jede Woche eine Vertiefungsstunde in das Geheimnis meines und des Sohnes Herzen stattfindet. Alle Mitglieder der Familie des Herzens Mariens und Jesu sollen dieser Stunde beiwohnen, wenn es nur irgendwie möglich ist."
Kurescek und Medjugorje
In den Botschaften sind öfter auch die Botschaften in Medjugorje erwähnt. "Lernt aus meinen Botschaften, die ich in Medjugorje gegeben habe... Verfolgt die Botschaften, die ich in Medjugorje gebe. Auch die Botschaften, die ich hier gebe, sind für alle Menschen bestimmt... Von neuem lade ich die Gläubigen und die Priester der Erneuerung ein, mir mit Vertrauen zu folgen und meine Botschaften aus Medjugorje und vom Kurescek zu verwirklichen... Die Botschaften, die ich in Medjugorje und auf dem Kurescek gebe, ergänzen sich gegenseitig; daher nehmt sie als eine Einheit, als eine einzige Anrede Gottes. Es gibt nur weniges, was sich nur auf den Kurescek bezieht. Die Botschaften sind für die ganze Welt bestimmt."
P. Marijan Sef.